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Max-von-Laue-Kolloquium
der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin
im Sommersemester 2019

In diesem Max-von-Laue-Kolloquium sprach

Prof. Dr. Rupert Huber,

Institut für Experimentelle und Angewandte Physik, Universität Regensburg.


Titel:  Elektronik schneller als eine Lichtschwingung 
Termin: Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:15 Uhr 
Moderation: Martin Wolf, Physikalische Gesellschaft zu Berlin 
Ort: Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Hörsaal im Hermann-von-Helmholtz-Bau,
Abbestraße 2–12, 10587 Berlin 

Weitere Eindrücke des Kolloquiums in Bildern





Prof. Dr. Rupert Huber (mitte),
Institut für Experimentelle und Angewandte Physik,
Universität Regensburg,
zusammen mit Dr. Frank Melchert (links), Institut
Berlin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt,
und Prof. Dr. Martin Wolf (rechts), Vorsitzender der
Physikalischen Gesellschaft zu Berlin
(zum Vergrößern Bild anklicken)


Zusammenfassung

Da die konventionelle Elektronik zusehends an ihre physikalischen Grenzen stößt, wird unsere digitalisierte Gesellschaft künftig mehr auf neue Konzepte schneller Quantenkontrolle angewiesen sein. In der Lichtwellen-Elektronik versucht man das oszillierende Trägerfeld von intensiven Lichtimpulsen als Wechselspannung zu nutzen, um Elektronen schneller als eine Lichtschwingung zu beschleunigen. Im Vortrag werde ich zeigen, wie atomar starke elektromagnetische Felder im Terahertz-Spektralbereich Elektronen in Festkörpern in neuartige Quantendynamik versetzen können – von dynamischen Bloch-Oszillationen über Quasiteilchen-Kollisionen und Hohe-Harmonische Generation bis hin zu topologisch geschützten ballistischen und quasi-relativistischen Strömen. Quanteneigenschaften von Elektronen, wie der Spin oder der sogenannte Valley-Pseudospin, könnten für künftige Quanteninformationsverarbeitung bei optischen Taktraten genutzt werden. Kombiniert man Lichtwellen-Elektronik mit atomar ortsauflösender Rastertunnelmikroskopie, so können damit sogar die ersten Femtosekunden-Schnappschüsse und Zeitlupenfilme sich bewegender einzelner Moleküle aufgenommen werden.


Im Anschluss an das Kolloquium findet ein Stehempfang auf der Galerie des Hermann-von-Helmholtz-Baus, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Abbestraße 2–12, 10587 Berlin, statt.


MaxvLaue_Huber.pdf
511 kB