Home
Kalender
Preise
Veranstaltungen
MvL-Kolloquium
BPK im Magnus-Haus
Karl-Scheel-Sitzung
Besichtigungen
Sonderkolloquien
Physik in Berlin
Die PGzB
Archiv
Impressum



Berliner Physikalisches Kolloquium
im Magnus-Haus

Das Berliner Physikalische Kolloquium (BPK) im Magnus-Haus wurde 1998 von der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin initiiert und wird in Gemeinschaft mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam mit Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung durchgeführt. Es findet - außer in den Monaten März, August und September - an jedem ersten oder zweiten Donnerstag im Monat statt.


Liste aller Termine im Wintersemester 2018/2019

Zum Archiv des Berliner Physikalischen Kolloquiums

Bemerkungen zum Magnus-Haus

Wegbeschreibung zum Magnus-Haus

Berliner Physikalisches Kolloquium
im Wintersemester 2018/2019

Im Berliner Physikalischen Kolloquium im Magnus-Haus wird

Prof. Dr. Tilman Pfau,

5. Physikalisches Institut and Center for Integrated Quantum Science and Technology, Universität Stuttgart,

vortragen.


Titel:  Dipolare Quantengase und Quantenflüssigkeiten 
Termin: Donnerstag, 6. Dezember 2018, 18:30 Uhr 
Moderation: Achim Peters, Humboldt-Universität zu Berlin 
Ort: Magnus-Haus
Am Kupfergraben 7
10117 Berlin 

Zusammenfassung

Die dipolare Wechselwirkung in realen Gasen unterscheidet sich von der gewöhnlichen van-der-Waals-Wechselwirkung durch ihre Anisotropie und durch ihren nicht-lokalen Charakter. Das führt unter anderem zur Möglichkeit der selbstorganisierten Strukturbildung ähnlich wie in klassischen magnetischen Flüssigkeiten, den sogenannten Ferroflüssigkeiten. In unseren Experimenten mit Bose-Einstein-Kondensaten ultrakalter magnetischer Atome beobachten wir eine Fragmentierung in kleinere Tröpfchen. Eine herkömmliche Theorie für schwach wechselwirkende Gase unter Vernachlässigung von Quantenfluktuationen würde einen Kollaps dieser Tröpfchen vorhersagen. Das Experiment zeigt jedoch stabile Tröpfchen, die auch in drei Dimensionen einen gebundenen Zustand zeigen, wie man es von normalen Flüssigkeiten mit Oberflächenspannung kennt. Diese Tröpfchen sind jedoch 100 Millionen Mal weniger dicht als normale Flüssigkeiten und haben Temperaturen im Nano-Kelvin-Bereich. Wir konnten experimentell zeigen, dass diese Stabilität eine Konsequenz der Quantenfluktuationen in diesem Vielteilchensystem ist, die ihren Ursprung in den Nullpunkts-Fluktuationen der Schallmoden haben, und dass Interferenz zwischen zwei Tröpfchen möglich ist. Ich werde über die jüngsten Studien dieses exotischen Materiezustands berichten.


Kolloquium_20181206.pdf
317 kB