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Berliner Physikalisches Kolloquium
im Wintersemester 2016/2017

Im Berliner Physikalischen Kolloquium im Magnus-Haus hat

Prof. Dr. Claudia Felser,

Direktorin, Abteilung Festkörperchemie, Max-Planck-Institut für

Chemische Physik fester Stoffe, Dresden,

vorgetragen.


Titel:  Topologie – Weyl-Halbmetalle und topologische Isolatoren 
Termin: Donnerstag, 13. Oktober 2016, 18:30 Uhr 
Moderation: Stefan Hildebrandt, Physikalische Gesellschaft zu Berlin 
Ort: Magnus-Haus
Am Kupfergraben 7
10117 Berlin 

Zusammenfassung

Vor wenigen Jahren fanden theoretische Physiker heraus dass die Topologie eines Materials zu besonderen

neuen Quanteneigenschaften führen kann. Ein Ball und ein „Berliner“ haben die gleiche Topologie

(kein Loch), aber eine andere als ein Donut und eine Kaffeetasse (ein Loch oder Henkel). Dieses einfache

Konzept lässt sich auf die elektronische Struktur von halbleitenden Materialien, in der relativistische Effekte eine Rolle spielen, anwenden. Topologische Isolatoren und der sogenannte Quanten-Spin-Hall-

Effekt sorgten für hochkarätige Publikationen und Preise. Nun wurde eine neue Gruppe von Materialien,

NbP, NbAs, TaP, und TaAs, die sogenannten Weyl-Halbmetalle, identifiziert, die eine elektronische Struktur ähnlich wie Graphen mit einem Dirac-Kegel aufweisen. Theoretiker haben für die mit diesem Dirac-Kegel assoziierten relativistischen Elektronen besondere Eigenschaften vorhergesagt, die sogar eine Brücke zur Astro- und Hochenergie-Physik schlagen.


Kolloquium_20161013.pdf
319 kB