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Die Geschichte des Karl-Scheel-Schülerpreises
der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin
in Rostock


Rostock-Berliner Traditionen

Wie die Große Stadtschule zu Rostock (heute Innerstädtischen Gymnasium Rostock) eines der ältesten Gymnasien des Landes Mecklenburg-Vorpommern, so ist die Physikalische Gesellschaft zu Berlin einer der ältesten wissenschaftlichen Vereine in Deutschland. Dies wird hier nur festgestellt, weil diese beiden traditionsreichen Institutionen seit einigen Jahren gemeinsam eine junge Tradition tragen, nämlich den Karl-Scheel-Schülerpreis.

Als Karl Scheel, geboren am 10. März 1866 in der Wollenweberstraße in Rostock, (Bilder von Jugendstätten Karl Scheels) Abitur an der Großen Stadtschule zu Rostock, Doktor, Professor, Geheimrat in Berlin, am 8. November 1936 in Berlin stirbt, nennt man ihn den “Getreuen Eckart der deutschen Physik”. Seine Witwe hinterlässt der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin ein Vermächtnis mit der Auflage, zwei Preise auszurufen, einen in Berlin, der jährlich an einen jüngeren Berliner Physiker für eine hervorragende physikalische Arbeit verliehen wird; der zweite, ein Schülerpreis für die Große Stadtschule ist mit der Auflage verbunden, irgendwo in Rostock ein Erinnerungszeichen an Karl Scheel anzubringen.

Der Berliner Karl-Scheel-Preis wurde 1958 erstmals verliehen; Rostock lehnte damals ab. Am 30. Juni 1993 wurde bei einer Festveranstaltung in der Großen Stadtschule endlich Scheels Vermächtnis gänzlich erfüllt: Der Karl-Scheel-Schülerpreis (500 DM bzw. 250 EUR für die beste Abiturarbeit im Leistungsfach Physik) wurde ausgerufen. Am gleichen Tage wurde am Portal der Großen Stadtschule eine Gedenktafel der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin eingeweiht, die an Karl Scheel erinnert. (Bilder von der Einweihung)

Wenn seit 1994 am Ende jeden Schuljahres der Karl-Scheel-Schülerpreis vergeben wird, setzt sich eine kleine Tradition fort, auf deren langen Fortbestand alle hoffen, die Rostocker wie die Berliner.

 

R. Nink