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Berliner Physikalisches Kolloquium
im Magnus-Haus

Das Berliner Physikalische Kolloquium (BPK) im Magnus-Haus wurde 1998 von der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin initiiert und wird in Gemeinschaft mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam mit Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung durchgeführt. Es findet - außer in den Monaten März, August und September - an jedem ersten oder zweiten Donnerstag im Monat statt.


Liste aller Termine im Sommersemester 2020

Zum Archiv des Berliner Physikalischen Kolloquiums

Bemerkungen zum Magnus-Haus

Wegbeschreibung zum Magnus-Haus

Berliner Physikalisches Kolloquium
im Sommersemester 2020

Im Berliner Physikalischen Kolloquium im Magnus-Haus wird

Prof. Dr. Frank Cichos,

Peter-Debye-Institut für Physik der weichen Materie, Universität Leipzig,

vortragen.

Das Kolloquium wird um 18:30 Uhr online veranstaltet.

Falls Sie die Zugangsdaten nicht bereits per Email erhalten haben, dann melden Sie sich bitte bei dem Geschäftsführer der PGzB.


Titel:  Heiße Nanostrukturen – Die Kraft der Temperatur auf kleinstem Raum 
Termin: Donnerstag, 2. Juli 2020, 18:30 Uhr 
Moderation: Holger Stark, Technische Universität Berlin 
Ort: Nur online 

Zusammenfassung

Temperatur ist als Maß für die thermische Energie, also die Energie der ungeordneten Teilchenbewegung, allgegenwärtig in den Naturwissenschaften. Durch geeignete Temperaturen wird das Leben auf der Erde möglich, Materialien werden transformiert, chemischen Reaktionen kontrolliert oder Wärmeströme erzeugt, die Maschinen antreiben. In den letzten 20 Jahren hat die Kontrolle der Temperatur auch die kleinsten Längenskalen erobert. Mit Hilfe winziger Heizquellen werden lokale Temperaturfelder erzeugt, die in Gebieten von der Medizin bis hin zur Photovoltaik Anwendungen finden aber auch grundlegende Fragen stellen.

Der Vortrag berichtet über Experimente, die laserkontrolliert Wärme auf kleinstem Raum erzeugen und sich die daraus resultierenden Temperaturunterschieden zu Nutze machen. Damit werden einzelne Moleküle und Nanopartikel in der optischen Mikroskopie sichtbar. Kleinste Flüssigkeitsmengen bewegen sich entlang von Grenzflächen, während gelöste Moleküle ohne äußere Kraft eingefangen werden. Einzelne Makromoleküle lassen sich komprimieren oder auch strecken und mikroskopische Partikel bewegen und organisieren sich durch Nanoheizquellen auf ihrer Oberfläche wie Maschinen auf Kommando. Der Vortrag geht auf die physikalischen Prozesse ein und schildert Anwendungen und Potential lokaler dynamischer Temperaturkontrolle bis hin zur Untersuchung der Proteinaggregation, wie sie für neurodegenerative Krankheiten eine wichtige Rolle spielt.


Kolloquium_20200702.pdf
584 kB