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Berliner Physikalisches Kolloquium
im Magnus-Haus

Das Berliner Physikalische Kolloquium (BPK) im Magnus-Haus wurde 1998 von der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin initiiert und wird in Gemeinschaft mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam mit Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung durchgeführt. Es findet - außer in den Monaten März, August und September - an jedem ersten oder zweiten Donnerstag im Monat statt.


Liste aller Termine im Wintersemester 2019/2020

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Bemerkungen zum Magnus-Haus

Wegbeschreibung zum Magnus-Haus

Berliner Physikalisches Kolloquium
im Wintersemester 2019/2020

Im Berliner Physikalischen Kolloquium im Magnus-Haus wird

Prof. Dr. Dario Anselmetti,

Experimentelle Biophysik & Angewandte Nanowissenschaften, Fakultät für Physik, Universität Bielefeld,

vortragen.


Titel:  “May the force be with you!” ‒ Nanomechanik von Biomolekülen 
Termin: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18:30 Uhr 
Moderation: Robert Bittl, Freie Universität Berlin 
Ort: Magnus-Haus
Am Kupfergraben 7
10117 Berlin 

Zusammenfassung

Nanomechanische Experimente mit einzelnen Molekülen haben in den letzten 25 Jahren unsere Sichtweise auf (bio)molekularen Strukturen, Bindungsreaktionen und Dynamik revolutioniert. Dies war nur möglich durch die Entwicklung entsprechend empfindlicher, biophysikalischer Messmethoden wie der Rasterkraftmikroskopie (Nobelpreis für Physik 1986), und optischer oder magnetischer Pinzetten (Nobelpreise für Physik 1997 und 2018). Dabei basieren diese Methoden jeweils auf ausgeklügelten Verfahren mikroskopisch kleine Kräfte im Pikonewton-Bereich messen zu können, wobei hierdurch die Grundlagen für ein neues Fachgebiet ‒ die Kraftspektroskopie ‒ gelegt wurde. In meinem Vortrag werde ich Resultate zu ausgewählten Experimenten aus der Einzelmolekül-Biophysik zeigen, und verschiedene neue Konzepte zu molekularen Bindungsreaktionen darstellen (“slip, catch and ideal bonds”). Viele dieser in der Natur ablaufenden Prozesse sind zudem kraftgesteuert und dadurch erst zugänglich durch diese kraftkontrollierte Messmethodik. Neben Experimenten zur Zelladhäsion, der Verpackung von DNA im Zellkern oder der Translokation einzelner Moleküle durch Nanoporen, werde ich auch versuchen praktische Anwendungen darzustellen. Diese werden uns in die Medizin zur Wirkstoffentwicklung von Chemotherapeutika und zur Entwicklung neuartiger Filtertechnologien für die Wasseraufbereitung führen.


Kolloquium_20191010.pdf
321 kB