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Das Max-von-Laue-Kolloquium
der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin

Das Max-von-Laue-Kolloquium der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin setzt eine alte Berliner Kolloquiums-Tradition fort, die auf das im Jahre 1843 gegründete Physikalische Kolloquium im Magnus-Haus zurückgeht, aus dem 1845 die Physikalische Gesellschaft zu Berlin hervorging. Aus dem alten Kolloquium im Magnus-Haus wurden die Kolloquien der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin, und diese Reihe setzte sich in der DDR fort, wo die Physikalische Gesellschaft der DDR zusammen mit der Akademie der Wissenschaften und der Humboldt-Universität zu Berlin Max-von-Laue-Kolloquien veranstaltete.


Zum Archiv der Max-von-Laue-Kolloquiuen

Max-von-Laue-Kolloquium
im Sommersemester 2019

In diesem Max-von-Laue-Kolloquium spricht

Prof. Dr. Rupert Huber,

Institut für Experimentelle und Angewandte Physik, Universität Regensburg.


Titel:  Elektronik schneller als eine Lichtschwingung 
Termin: Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:15 Uhr 
Moderation: Martin Wolf, Physikalische Gesellschaft zu Berlin 
Ort: Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Hörsaal im Hermann-von-Helmholtz-Bau
Abbestraße 2–12
10587 Berlin 

Zusammenfassung

Da die konventionelle Elektronik zusehends an ihre physikalischen Grenzen stößt, wird unsere digitalisierte Gesellschaft künftig mehr auf neue Konzepte schneller Quantenkontrolle angewiesen sein. In der Lichtwellen-Elektronik versucht man das oszillierende Trägerfeld von intensiven Lichtimpulsen als Wechselspannung zu nutzen, um Elektronen schneller als eine Lichtschwingung zu beschleunigen. Im Vortrag werde ich zeigen, wie atomar starke elektromagnetische Felder im Terahertz-Spektralbereich Elektronen in Festkörpern in neuartige Quantendynamik versetzen können – von dynamischen Bloch-Oszillationen über Quasiteilchen-Kollisionen und Hohe-Harmonische Generation bis hin zu topologisch geschützten ballistischen und quasi-relativistischen Strömen. Quanteneigenschaften von Elektronen, wie der Spin oder der sogenannte Valley-Pseudospin, könnten für künftige Quanteninformationsverarbeitung bei optischen Taktraten genutzt werden. Kombiniert man Lichtwellen-Elektronik mit atomar ortsauflösender Rastertunnelmikroskopie, so können damit sogar die ersten Femtosekunden-Schnappschüsse und Zeitlupenfilme sich bewegender einzelner Moleküle aufgenommen werden.


Im Anschluss an das Kolloquium findet ein Stehempfang auf der Galerie des Hermann-von-Helmholtz-Baus, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Abbestraße 2–12, 10587 Berlin, statt.


MaxvLaue_Ando.pdf
510 kB